Showbühne im Tritschestall

Bevor beim KVE am Samstagabend die Show losgeht und der Präsident die Halle zum Beben bringt, muss sich etwas bewegen. Da die Stadthalle leider noch keine fest eingebaute Bühne hat, müssen erst unsere Handwerker ran. Dies regelt die „AH“ des Komitees. Zuerst werden die 39 Bühnenpodeste herangeschafft und aufgestellt. Sie bilden das Fundament der KVE-Showbühne.

Hierauf werden insgesamt 156 qm Tischlerplatten in zwei Lagen verlegt. Dieser Boden sorgt für einen optimalen Tanzboden und einen unfallfreien Gardetanz. Nach dem Aufbau des Musikerpodestes kommt der Bühnenvorhang, insgesamt 270 qm Stoff, an seinen Platz. Der Rohbau steht. Zeitgleich mit der Montage der Bühnenbeleuchtung erfolgt der Aufbau und die Verkleidung des Elferratstischs. Dieser besteht aus einem Stahlrahmen, der zusammengeschraubt werden muss. Die Lichtanlage an der Saaldecke wird verkabelt und ausgerichtet. 97 Strahler und Scheinwerfer in der Bühne und Saaldecke mit einer Leistung von fast 60.000 Watt sorgen für eine angenehme Wärme auf der Bühne.

Nach Abschluss der Bauarbeiten kommt am dritten Abend das Dekoteam zum Einsatz. Die übers Jahr vorbereitete Deko und Bilder kommen an ihren Platz. Das Bühnenbild wird dem Motto entsprechend in unzähligen Stunden das Jahr über in den Fahrzeughallen des KVE gemalt. Fertig, die Show kann beginnen. Was fehlt noch? Die Technik! Ca. 1000 Meter Kabel werden verlegt. Für den Ton sorgen 14 Boxen mit einer Leistung von 6000 Watt. Neun Funkmikrophone stehen der Regie zur Verfügung. Diese Technik muss der Verein anmieten. Nach einer Aufbauzeit von 5 bis 6 Tagen und so mancher Nachtschicht ist es soweit, der KVE erwartet seine Gäste zur Prunksitzung. Das Bühnen- und Dekoteam hat zwei Tage Pause. Nach der Show muss alles wieder weg. Deko runter, Bühne raus, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: „Der KVE lädt ein zu seiner Prunksitzung“. Dies ist nur ein Teil der Vorbereitungen für eine Show. Die Aufbauwoche ist immer turbulent, so kommt es oft vor, dass zwischen Akkuschrauben, Sägen und Malen eine Tanzgarde zum Proben aufmarschiert. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren und sich auf der zunehmend trockener werdenden Baustelle zu arrangieren. Das Catering geht allzu oft in der Logistik unter und so sind die Monteure an manchen Abenden fast am Verhungern. Nur der Hauswirt Alex erbarmen. Ihm herzlichen Dank für die Raubtierfütterung. Hier sei auch mal den „alten Hasen“, den Pionieren des Bühnenbaus, gedankt. Sie sind es, die für den Aufbau der Bühne den größten Teil leisten. Danke auch dem Hauswirt für das Verständnis.