Fasenachtsumzug

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Im Jahre 1966 beschlossen Persönlichkeiten um den unvergessenen August Eppencheid und Alois Blank sowie Julius Gisel und Franz Lambert in Dahn eine gemeinsame Straßenfasnacht zu organisieren. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nämlich an Fasnacht lediglich kostümierte Jugendliche auf Eigeninitiative durch den Ort gezogen. Bereits der erste Umzug im Jahre 1966 geriet zu einem vollen Erfolg. Tausende von Menschen aus dem gesamten Umland freuten sich über die mit viel Idealismus und Phantasie gestalteten Motivwagen und die das Straßenbild belebenden Fußgruppen.

Närrische Schützenhilfe erhielten die Dahner bereits damals von Gruppen aus den Nachbarorten, und dies ist bis heute so geblieben. Verantwortlich für das Umzugsgeschehen zeichneten zu dieser Zeit „Freunde der Dahner Fasnacht“, ehe sie ab 1988 vom KVE als Organisator abgelöst wurden. Solange es seine Kraft zuließ, war „GUST“ Eppencheid Mitorganisator und nahm sogar Urlaub, um die Motivwagen künstlerisch ausgestalten zu können. Ihm zur Seite stand als verantwortlicher Mitarbeiter über Jahre hinweg unter anderem Gustav Falk. Dessen Schwiegersohn Rudi Kobel ist auch heute noch einer der engsten Förderer und Helfer des Umzugs.

In diesem Zusammenhang sind auch noch Karl Mock sowie Heinz Keller erwähnenswert, die den Dahner Fasnachtsumzug jahrelang mitgeprägt haben. Aber auch der Nachwuchs wie die FJD zählt unter vielen anderen seit einigen Jahren zu den Hoffnungsträgern der Dahner Straßenfasnacht.

Es sind nun eigentlich alle Vereine, Geschäftsleute als Sponsoren, sowie private Initiatoren aus dem gesamten Umland aufgerufen, zum Erfolg des närrischen Großereignisses beizutragen. Nur dann kann es auch gelingen, einen attraktiven Umzug auf die „Beine“ zu stellen. Zum festen Bestandteil des Umzuges gehören nun jetzt schon seit Jahren die Guggenmusiken aus der Schweiz und dem Gebiet der alemannischen Fasnet als Stimmungsmacher. Diese von Lebensfreude geprägten Beiträge der Guggenmusik findet in der Region nun zunehmende Nachahmer, was aber auch den Pioniergeist des KVE auf diesem Gebiet unterstreicht.

In den ersten Jahren mussten die Guggenmusiker, die auf Vermittlung von Dieter Racke nach Dahn kamen, im Dahner Schulzentrum übernachten. Mittlerweile bietet ihnen der Herbergsvater Gerhard Schantz und sein Team Unterschlupf und Frühstück. Auch Karnevalsvereine aus der ganzen Pfalz werden immer wieder mit von der Partie sein und das Umzugsgeschehen mit Garden und Tollitäten bereichern. Viele neue Karnevalvereine haben sich mittlerweile im Dahner Felsenland gegründet und unterstützen das närrische Treiben in der Wasgaustadt. Der KVE organisiert nun schon seit der Vereinsgründung das Spektakel. In unzähligen Stunden wird diese Arbeit von ehrenamtlichen Helfern vorbereitet und durchgeführt, da dies dem Veranstalter, der Stadt Dahn, nicht mehr möglich war. Finanziert wird dies durch Gönner, Sponsoren, Geschäftsleuten und vor allem durch die Vereinsmitglieder selbst. Heute wird am Vorabend ein Guggenmusikfestival veranstaltet. Der Erlös geht in den Umzug für Wurfmaterial, Gagen und Prämien an Teilnehmergruppen und Wagenbauern. Wer an Lebensfreude pur, Ideenreichtum und Glossierung aus der närrischen Brille mitgestalten und / oder erleben will, ist beim Dahner Fasnachtsumzug herzlich willkommen.